, Evelyne Marty Photography (Evelyne Marty)

Frühlingshöck im Museum Fram

Am vergangenen Dienstagabend trafen sich rund 30 Mitglieder des Gewerbevereins Einsiedeln im Museum Fram, um sich gemeinsam die neue Ausstellung «Ein Dorf von Welt» anzusehen. Einige JungunternehmerInnen der Region Einsiedeln schlossen sich dem geselligen Event an. Was macht Einsiedeln eigentlich zu mehr als «nur» einem Dorf? Die neue Ausstellung im Museum Fram widmet sich unter anderem vielen Themen, die sich mit den Interessen des Gewerbevereins decken.

Am vergangenen Dienstagabend trafen sich rund 30 Mitglieder des Gewerbevereins Einsiedeln im Museum Fram, um sich gemeinsam die neue Ausstellung «Ein Dorf von Welt» anzusehen. Einige JungunternehmerInnen der Region Einsiedeln schlossen sich dem geselligen Event an.

Was macht Einsiedeln eigentlich zu mehr als «nur» einem Dorf? Und was können Unternehmerinnen und Unternehmer daraus lernen? Die neue Ausstellung im Museum Fram widmet sich unter anderem vielen Themen, die sich mit den Interessen des Gewerbevereins decken. So hat Walter Kälin, Präsident des Stiftungsrates, in seiner rund 30-minütigen Einführung zur Ausstellung viele dieser Themen erläutert, und erzählte, wie Einsiedeln seit Jahrhunderten mit der Welt vernetzt ist.

Einer der wegweisendsten Momente in der Geschichte des Einsiedler Gewerbes nannte Kälin mit 1798: In diesem Jahr fielen die Franzosen im Kontext der Französischen Revolution in Einsiedeln ein und das Kloster wurde für einige Jahre vorübergehend aufgehoben. Somit öffneten sich alle die Geschäftstätigkeiten, auf die das Kloster zuvor ein Exklusivrecht hatte, und die Einsiedler durften diese Tätigkeiten nun ebenfalls ausführen – beispielsweise das Druckereigewerbe, als die Familie Benziger den Bücherverlag und die Druckerei des Klosters übernahmen. Dies ist jedoch nur ein Beispiel von vielen Unternehmen, die 1798 gegründet wurden, denn die neue Gewerbefreiheit wurde von den tatkräftigen Einsiedlern vielfältig genutzt.

Zudem betonte Kälin, dass die Ausstellung hauptsächlich von regionalen Firmen umgesetzt wurde; zwei dieser Firmen waren sogar an diesem Frühlingshöck vertreten. Anschliessend durften die Anwesenden durch die Ausstellung schlendern, wobei die meisten wohl erneut vorbeikommen werden, um sich die vielen interessanten Objekte und Geschichten genauer anzusehen. Bei einem Apéro mit anregenden Gesprächen liessen die Mitglieder des Gewerbevereins und der Jungunternehmenden den Abend ausklingen und nahmen nach diesem inspirierenden Einblick in die Geschichte von Einsiedeln neue Denkanstösse für ihre Betriebe mit nach Hause.